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Abschluss-WS zum Projekt am 29./30. Januar 2009 in Tschernowitz, Ukraine, erfolgreich durchgeführt!

Der Dnestr (auch: Dnister; Dnjestr; Nestroj; Nistru (mold./rumän.)) ist mit seiner Gesamtlänge von 1352 km einer der bedeutendsten Flüsse in der Republik Moldau und Ukraine. Er entspringt in den ukrainischen Karpaten in 900 Metern Höhe, in der Nähe der polnischen Grenze, fließt ca 630 km durch die Republik Moldau und mündet schließlich wiederum in der Ukraine (mittels eines 40x10 km großen Dnestrov Liman, einer Art moorigen Lagune, die durch einen engen Kanal mit dem Meer verbunden ist), in das Schwarze Meer. Die Gesamtfläche des Einzugsgebiets beträgt ca. 72.100 km².

Der Dnestr ist der zweitgrößte Fluss in der Ukraine. Er nimmt bereits im oberen Verlauf circa 350 Nebenflüsse und -bäche auf und wird schnell zum Strom von bis zu 100 m Breite. Er fließt durch eine bergige Landschaft mit Höhenzügen bis zu 800 m, sowie durch Wälder und teilweise steppenartiges Gebiet – insgesamt beträgt der Verlauf des Dnestr’s durch die Ukraine ca. 722 km. Kennzeichnend für den Oberlauf des Flusses sind zahlreiche Felsformationen mit Höhlen an den Ufern. Man spricht von einem 400 km langen Dnestr-Canyon, der jährlich tausende von Wasser-Touristen anlockt.

Für die Republik Moldau gilt der Dnestr neben dem Pruth als wichtigster Fluss. Seit 1991 ist die ehemalige Sowjetrepublik unabhängig und muss immer noch gegen viele ökonomische, politische und ökologische Probleme ankämpfen. Das Land liegt zwischen Rumänien und der Ukraine und zählt 4,36 Millionen Einwohner. Mit einer Fläche von 33.843 km2 ist die Republik Moldau in etwa so groß wie das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Zum größten Teil ist die Republik ein Agrarland mit vielen guten Weinanbaugebieten. Etwa ein Drittel des Landes ist waldbedeckt.

In seinem unteren Verlauf durchfließt Dnestr die Region Transnistrien - ein etwa 3,567 km² großes Gebiet mit ca. 550.000 vorwiegend russischsprachigen Einwohnern am linken Ufer des Dnestrs, das sich 1990 zu einem unabhängigen Staat mit der Hauptstadt Tiraspol erklärte. In Transnistrien befindet sich zum größten Teil die Industrie der ehemaligen sowjetischen Republik Moldavien.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Dnestrs im Bereich der Schifffahrt ist eher gering. Vorwiegend wird nur Holz in großen Mengen von den Karpaten flussabwärts geflößt. Wichtig ist der Fluss bzw. sein Einzugsgebiet insbesondere für die Trinkwasserversorgung sowie für die Agrarwirtschaft beider Länder.

Um die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine, der Republik Moldau und der Region Transnistrien auf ökologischem Gebiet zu unterstützen, wird seitens des deutschen Umweltministeriums das Vorhaben „Grenzüberschreitendes Risikomanagement im Dnestr-Flusseinzugsgebiet“ im Rahmen des Beratungshilfe-Programms gefördert.

Zielsetzung ist zum einen das sicherheitstechnische Niveau von umweltgefährdenden Industrien zu verbessern, um den unfallbedingten Eintrag von wassergefährdenden Stoffen in den Dnestr zu minimieren und zum anderen ein grenzüberschreitendes Warn- und Alarmsystem aufzubauen, welches im Falle einer Havarie zu einer rechtzeitigen Warnung der Gewässernutzer dient, um die potenziellen Störfallfolgen weitgehend zu minimieren.
Die Laufzeit des Projektes umfasst 3 Jahre (2006-2008).

                      

 

 

 

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